Wissenswertes über Kleidermotten

Kleidermotten
Kleidermotten sind eine Plage, bekanntlich zerfressen Kleidermotten unsere kostbare Kleidung und den wertvollen Teppich oder, was noch schlimmer ist, den Teppichboden.
Die Natur hat es so eingerichtet, dass die Larven der Kleidermotte zu ihrer Entfaltung Keratin bedürfen.
Keratin ist ein Protein (Eiweiß), das sich in tierischen Fasern, demzufolge in Haaren, Fell, Pelz, Federn, Seide, Wolle usw. findet.
Mit der Erfindung der Kleidung und der Entstehung von Haushalten folgten die Kleidermotten dem Menschen überall hin.
In der Biologie bezeichnet man Parasiten, Parasitoiden und andere Tiere, die ihren Vorteil aus der Nähe zum Menschen ziehen, als Kulturfolger.
Die Larven der Kleidermotten fressen so ziemlich alles, was auch nur entfernt nach tierischen Fasern aussieht, egal ob sich die Motten im Kleiderschrank finden oder ob es sich die Motten im Teppich bequem machen.
Kleidermotten machen dabei selbst vor Baumwolle und synthetischen Fasern nicht Halt,
obwohl sie diese Stoffe gar nicht verdauen können. Die Kleidermotte frisst einfach auf gut Glück, vielleicht ist ja etwas Organisches unter dem Gefressenen.
In einigen Fällen wurde auch schon ein Kleidermottenbefall  von Lebensmitteln geschildert. Die Wissenschaft blieb bisher eine Erklärung schuldig, warum Kleidermotten auch Lebensmittel befallen. Ein Mottenbefall von Lebensmitteln lege zwar nahe,
lässt aber keinesfalls zwangsläufig den Schluss zu, dass es sich bei den Motten in der Küche um Lebensmittelmotten handelt.
Eine genaue Diagnose ermöglichen Mottenfallen.
Kleidermotten sind Nachtfalter. Daher werden sie auch mit einer anderen Methoden bekämpft als die Lebensmittelmotten.
Es sind verschiedene Pheromonfallen für beide Arten der Motten notwendig.

Ausbreitung und Lebensdauer
Die ausgewachsene Kleidermotte selbst hat eine Lebenserwartung von nicht mehr als etwa 14 Tagen.
Als ausgewachsene Kleidermotte fressen sie nicht mehr, sie trinken nur noch.
Aber die ausgewachsenen weiblichen Kleidermotten sind kaum zu stoppen, was das Eierlegen betrifft.
Bei der Suche nach einem geeigneten Platz, für ein neues Mottennestes bevorzugen Kleidermotten unzugängliche, selten aufgesuchte dunkle Orte, da das Licht für die Motteneiern, Larven und Kokons nicht bekömmlich ist. Sie werden vom Licht einfach austrocknet. Gleichzeitig muss der gewählte Ort für das Mottennest genügend Nahrungbieten.
Die Kleidermotte spürt tierische Fasern auf, indem sie sich am Geruch von Schweiß und Urin orientiert.
Die Larven von Kleidermotten benötigen bis zur Verpuppung bis zu acht Monate. In dieser Zeit häuten sich die Raupen der Kleidermotten bis zu sechsmal. Nach jeder Häutung webt sich die Larve einen neuen Kokon, wozu sie das Wirtsmaterial
benutzt. Dabei hinterlässt die Kleidermotte sogenannte Gespinststrümpfe. Findet man verlassene Gespinststrümpfe, aus denen die Kleidermotten herausgewachsen sind,
kann man mit Sicherheit von einem Mottenbefall mit Kleidermotten ausgehen.

Kleidermotten bekämpfen ohne Gift??

JA! Die Lösung: Trichogramma- Schlupfwespen.

Die Trichogramma- Schlupfwespen sind winzig kleine Eiparasitoide,
die max. 0,3 mm groß sind.
Sie suchen die Eier der Kleidermotten und legen ihre eigenen Eier darin ab. Statt einer Kleidermottenlarve schlüpft nun eine nützliche Schlupfwespe. Dieser Kreislauf wiederholt sich solange, bis keine Motteneier mehr vorhanden sind.
Evolutionsbedingt finden Schlupfwespen instinktiv alle noch so versteckten Mottennester, da sie so ihr eigenes Überleben sichern.
Können Schlupfwespen keine Motteneier mehr finden dann können sie sich selbst auch nicht mehr vermehren.
Trichogramma- Schlupfwespen sind für Mensch und Haustier vollkommen harmlos. Auch wenn sie Schlupfwespen heißen, so stehen sie nicht! Aufgrund ihrer Größe (max.0,3 mm) ist sie mit dem bloßen Auge kaum sichtbar. Wenn sie nach getaner Arbeit sterben, verschwinden sie unauffällig im Hausstaub.
Ihre Lebensdauer beträgt nur 6 Tage.